Das Projekt

Zwischen Institution und Familie – Praktiken und Muster pädagogischen Handelns und Deutens in Erziehungsstellen und pädagogischen Hausgemeinschaften (zIF)

(Laufzeit: 01.10.2013-30.09.2016)

Die Studie „Zwischen Institution und Familie – zIF“ untersucht den empirisch bislang kaum entschlüsselten pädagogischen Alltag und das gemeinsame Handeln von AkteurInnen in Érziehungsstellen und pädagogischen Hausgemeinschaften. Vor dem Hintergrund, dass sich diese spezifischen familienersetzenden Betreuungsformate insbesondere durch das Zusammenleben von pädagogisch ausgebildeten Erwachsenen und Kindern oder Jugendlichen in familienähnlichen Haushalten auszeichnen, wird in dem Projekt gefragt, welche typischen Muster des pädagogischen Handelns und Deutens sich unter Beachtung der jeweiligen organisationalen Rahmenbedingungen und personellen Ressourcen in diesen Erziehungsarrangements herausbilden. Zur Bearbeitung dieser Fragekomplexe wählt die zIF-Studie methodisch einen ethnographischen Zugang. Der Logik eines iterativen Vorgehens folgend, wechseln sich über den Projektverlauf hierzu die Phasen der Datengenerierung und Datenanalyse kontinuierlich ab. Phasen, in denen der pädagogische Alltag in verschiedenen Erziehungsstellen und Hausgemeinschaften unter Trägerschaft der OUTLAW gGmbH und anderer Träger der Kinder- und Jugendhilfe nah am Geschehen mittels Teilnahme beobachtend und befragend erschlossen wird, werden beständig abgelöst von Phasen der interpretativ-rekonstruktiven Datenanalyse. Um die feldspezifischen Handlungs- und Deutungsmuster, Potentiale wie auch Anforderungen in Erziehungsstellen und pädagogischen Hausgemeinschaften analytisch dechiffrieren zu können, werden zur Kontrastierung zudem andere Betreuungstypen der stationären Kinder- und Jugendhilfe ethnographisch untersucht. Insgesamt zielt die Studie einerseits darauf, einen Beitrag zur weiteren empirisch fundierten Theoriebildung über das Feld der stationären Erziehungshilfen zu leisten. Andererseits werden die in dem Forschungsprojekt gewonnen Ergebnisse im Rahmen mehrerer Theorie-Praxis-Transfer-Tage stets praxisnah und reflexiv in die untersuchten Felder überführt, womit die Studie ebenfalls dazu beigetragen möchte, die Professionellen des Handlungsfeldes weiter zu qualifizieren.